Elektrische Schatten 2006
Elektrische Schatten 2006
Elektrische Schatten 2006
"Elektrische Schatten" ...
so lautet die wörtliche Übersetzung des chinesischen Wortes für „Film“.
Unter diesem Motto präsentieren wir Ihnen seit 2005 ein Filmfestival mit Rahmenprogramm. Filme aus dem Reich der Mitte zeigen, was die Menschen in China bewegt. Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops bieten Hintergrundinformationen und Möglichkeiten zum Gedankenaustausch.
Die einmalige Xi´an-Ausstellung (21. April bis 23. Juli 2006) in der Bonner Bundeskunsthalle nahmen wir in jenem Jahr zum Anlass, im Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland folgende Filme zu zeigen:
Der Kaiser und sein Attentäter
Mittwoch, 28. Juni 2006, 18 Uhr, im Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
VR China 1999, 163 Min, dt. Synchronfassung
Regie: Chen Kaige , Musik: Zhao Jiping
Darsteller: Gong Li, Fengyi Zhang, Xuejian Li, Xiaohe Lu
Im Jahr 230 v. Chr. überzieht Ying Zhen, König von Qin und später erster Kaiser von China, die umliegenden sechs Königreiche mit blutigen Kriegen, aus denen das vereinte Reich der Mitte erwächst. Nur seine ehemalige Konkubine Lady Zhao (Gong Li) lehnt sich gegen diese Schreckensherrschaft auf. Den kompromisslos gewaltsamen Weg des Königs zeichnet Chen Kaiges (Lebewohl meine Konkubine) Historienepos in einer gelungenen Melange aus der monumentalen Darstellung historischer Überlieferung, der Verarbeitung chinesischer Mythen und einer Liebesgeschichte nach, anhand derer sich die verschiedenen Erzählstränge immer wieder verknüpfen und die historischen Beziehungsgeflechte verständlich werden. Ausgezeichnet mit dem „Großen Preis der Technik“ in Cannes.
Darkness Bride
Donnerstag, 29. Juni 2006, 18 Uhr, im Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Darkness Bride (You Gou), Hongkong/Taiwan 2003, OmU
Regie: William Kwok, Musik: Roger Lin
Darsteller: Fang Jing, Tang Lu, Wu Jian, Gao Fei u.a.
Die Bewohner eines Dorfes an der Chinesischen Mauer glauben noch heute an die Legende, dass ihre unverheirateten Toten sich einsam fühlen und suchen in magischen Heiratsritualen nach Gefährten für ihre Verwandten in der Unterwelt. Dadurch werden Frauenleichen zur Mangelware, ausgeräumte Gräber sind an der Tagesordnung. In dieser skurrilen Geschichte schildert der Regisseur die bis heute fest verankerte chinesische Tradition von der Würde der Jungfräulichkeit.
Hong Yan
Freitag, 14. Juli 2006, 18 Uhr, im Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Hong YanHong Yan (Dam Street), VR China 2004, OmeU
Regie: Li Yu
Darsteller: Liu Yi, Huang Xingrao, Li Kechun
Auf der Viennale 2005 mit dem Publikumspreis des Wiener Standard ausgezeichnet. Die „Standard“-Publikumsjury meinte, “’Hong Yan (Dam Street)’ ist ein Film über absolute Lebenslust und bedingungslose Liebe, (...) ganz ohne Pathos, genau erzählt, überzeugend dargestellt.“
Um einen Skandal zu vermeiden, wird die 16jährige Yun gezwungen, ihr Baby zur Adoption freizugeben und die Schule zu verlassen. Dennoch bleibt der Ruf eines Flittchens auch Jahre später trotz einer klassischen Gesangsausbildung für die Peking-Oper an ihr haften. Dem aufsässigen Nachhilfeschüler ihrer Mutter fühlt sie sich in geschwisterliche Zuneigung verbunden, bis sich herausstellt, dass es ihr zur Adoption freigegebener Sohn ist. Mutter mit Sohn
Ohne große Dramatik, aber mit viel Sympathie für die Figuren erzählt die Regisseurin Li Yu wie scheinheilige Moral das Leben von Menschen ruinieren kann. Sie verlässt sich dabei ganz auf die Stärke ihrer Geschichte und das einnehmende Spiel der jungen Darsteller.
LI YU
Geboren 1973 in der Provinz Shangdong. Arbeitet zunächst als Drehbuchautorin und Regisseurin beim staatlichen Fernsehsender CCTV. Ihr erster Dokumentarfilm Sister (1996) wird verboten, 1998 dreht sie den Dokumentarfilm Honour and Dreams. 2001 realisiert sie ihren ersten Spielfilm über die sexuelle Beziehung zwischen zwei Frauen, Fish and Elephant (VIENNALE 01). Dam Street ist ihr zweiter langer Spielfilm.
Letzte Änderung von Rebekka Freitag am 16.04.2008 um 13:38
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Elektrische Schatten 2008
Chinesische Augenblicke (Bonn, 27.Juni - 6. Juli 2008)Dein Gastgeber ist
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